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Schwerpunktprogramm 1640

„Fügen durch plastische Deformation“

 

Die moderne Fertigungstechnik fordert zunehmend eine prozesssicher herzustellende Verbindung artungleicher Werkstoffe. Treibende Kraft dahinter ist sowohl der Leichtbau im Hinblick auf Ressourceneffizienz als auch der Wunsch nach leistungsfähigeren Produkten durch die selektive Ausnutzung von Werkstoffeigenschaften.

Neuartige Fügeverfahren durch plastische Deformation können diese Anforderung erfüllen, sind jedoch hinsichtlich der Verfahrensgrenzen und wirkenden Bindemechanismen noch wenig durchdrungen. Diese grundlegenden Kenntnisse sind jedoch Voraussetzung für den industriellen Einsatz.

Um diese Lücke zu schließen, ist 2011 das Schwerpunktprogramm 1640 „Fügen durch plastische Deformation“ ins Leben gerufen worden. Im Rahmen dieses Schwerpunktprogrammes arbeiten Wissenschaftler aus verschiedensten Forschungsrichtungen zusammen daran, die neuartigen Verfahren zu untersuchen und weiter zu entwickeln.

Die erste von insgesamt drei Förderperioden zu je zwei Jahren begann im Oktober 2012 und endete 2014. Die aktuelle, zweite Förderperiode mit dem übergeordneten Thema Reproduzierbarkeit der Fügeprozesse läuft noch bis Ende dieses Jahres.

Weitere Themen der zweiten Phase sind:

  • Korrosion
  • Ermüdung
  • Bindemechanismen beim Stoffschluss
  • Charakterisierung und Prüfung

Die Anträge der dritten und letzten Förderperiode des Schwerpunktprogramms wurden im August 2016 bewilligt. Sie beginnt Abschluss der zweiten Phase und läuft bis 2019. Das übergeordnete Thema für die dritte Förderperiode ist die Übertragung der Grundlagenforschung in die industrielle Anwendung. Dazu gehören neben der Vorhersagbarkeit auch die Qualitätssicherung und die Prozessrobustheit. Weiteres Augenmerk liegt auf aktuell realisierbaren und zukünftig möglichen Werkstoffkombinationen.

 
 

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